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ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Amtssprache: Spanisch
Hauptstadt: Santiago
Fläche: 756.945 km2
Laenge: ca.4.200km
Durchschnittliche Breite: ca. 180km
Einwohnerzahl:15.116.435 (2002 Zählung)
Bevölkerungsdichte: 21,3 Einwohner pro km²
Währung: Chilenischer Peso
Nationalfeiertag: 18. September (Unabhaengigkeit seit 1810)
Zeitzone: UTC-4
Telefonvorwahl: +56

Wichtigsten Staedte: Santiago de Chile, Valparaiso, Concepción, Antofagasta, Arica, Puerto Montt und Punta Arenas.

Geografische Lage:

Chile ist ein Staat im Südwesten Südamerikas, dessen Längenausdehnung, auf Europa übertragen, in etwa der Entfernung zwischen der Mitte Dänemarks und der Sahara entspricht.
Das Land grenzt im Westen und Süden an den Pazifischen Ozean, im Norden an Peru, im Nordosten an Bolivien und im Osten an Argentinien. Des Weiteren gehören zu Chile noch die im Pazifik gelegene Osterinsel (Rapa Nui), die Insel Salas y Gómez, die Juan-Fernández-Inseln (einschließlich der Robinson-Crusoe-Insel), die Desventuradas-Inseln, sowie im Süden die Ildefonso-Inseln und die Diego-Ramirez-Inseln. Ferner beansprucht Chile einen Teil der Antarktis.


Relief und Geologie:

Stark vereinfacht besteht Mittel- und Südchile aus zwei parallelen Gebirgszügen mit Nord-Südverlauf: den Anden im Osten und dem niedrigeren Küstenbergzug (Küstenkordillere, Cordillera de la Costa) im Westen. Dazwischen liegt das Zentraltal (Valle Central) mit dem Hauptteil der Bevölkerung und dem Grossteil des Ackerlands und des Weinbaus.
Die chilenischen Anden bilden einen der höchsten Gebirgszüge der Welt und weisen eine Vielzahl von Gipfeln über 6.000 m auf.

Norden: Zwischen der Küste und der westlichen Anden-Hauptkette erstreckt sich die Atacama-Wüste. Diese Wüste ist eines der trockensten Gebiete der Erde. Die Wüste war in der Vergangenheit für ihre großen Salpetervorkommen bekannt, während dort heute vor allem Kupfer gefördert wird.

Mitte: Diese Region ist sehr fruchtbar und dicht besiedelt. Hier befindet sich die Hauptstadt Santiago de Chile, ausserdem liegt in diesem Teil das Zentrum der Landwirtschaft und Industrie.

Süden: Die Küste dieser dünn besiedelten, äußerst niederschlagsreichen Region ist durch eine Vielzahl vorgelagerter Inseln stark zerklüftet. Südlich des Festlandes befindet sich die Insel Feuerland. Auf der Feuerland vorgelagerten Insel Isla Hornos befindet sich mit Kap Hoorn der südlichste Punkt Chiles und Südamerikas


 

Bevölkerung
:
 

Am dichtesten besiedelt ist der Großraum Santiago de Chile, wo in etwa die Hälfte der chilenischen Einwohner lebt. Die Stadt selbst hat etwa 5,5 Millionen Einwohner. Nach Norden und Süden verringert sich die Bevölkerungsdichte immer stärker. Die Wüstengebiete des äußersten Nordens und die rauen, stürmischen Gebiete im Süden sind aufgrund der ungünstigen klimatischen Bedingungen nur sehr dünn besiedelt.
 
Klima:
Chilewetter: http://www.metochile.cl/pronostico.html

Insgesamt wird das Klima Chiles stark durch den Humboldt-Meeresstrom entlang der Küste beeinflusst. Dieser fließt von Süden nach Norden und transportiert kaltes Meereswasser aus der Antarktis. Während zum Vergleich Nordeuropa vom warmen Golfstrom profitiert, liegen die Wassertemperaturen in Chile deutlich niedriger. In Punta Arenas (Südchile) – das etwa gleich weit vom Äquator entfernt liegt wie Hamburg – beträgt die mittlere Tagestemperatur im Sommer 12 °C.
Eine Besonderheit des chilenischen Klimas ist der El-Niño-Effekt, auch Südliche Oszillation genannt. Dieses Klimaphänomen betrifft zwar hauptsächlich Länder wie Peru oder Indonesien, aber auch in Chile ist er etwa alle 7 Jahre wirksam und führt hier zu vermehrten Niederschlägen im Vergleich zu Normaljahren.

Verkehrsmittel:
 
Der Straßenverkehr hat sich auch in Chile zum wichtigsten Verkehrsträger entwickelt. Das Straßennetz ist 79.800 km lang, davon sind 11.012 km asphaltiert.
Die wichtigste und mittlerweile durchweg als Autobahn ausgebaute Transportachse ist die etwa 3.000 km lange Ruta 5 – ein Bestandteil der Panamericana. Sie verläuft in Nord-Süd-Richtung von der Grenzstadt Arica bis nach Puerto Montt im Süden.
 
Aufgrund der riesigen Länge von über 4.000 km spielt der Flugverkehr eine wichtige Rolle. Die größten Flughäfen besitzen Santiago de Chile, Puerto Montt, Talcahuano, Temuco, Iquique, Antofagasta und Punta Arenas. Über das ganze Land sind zusätzlich viele kleine Regionalflughäfen verteilt.
 
Wirtschaftssektore:
 
Den größten Anteil an der Wertschöpfung hat der Dienstleistungssektor mit 57 %, gefolgt vom Produktionssektor und der Landwirtschaft mit 34 % bzw. 9 % Anteil (Stand: 2001).
Chile gehört zu den führenden Wirtschaftsnationen Lateinamerikas sowie zu den größten Rohstoffproduzenten. Es verfügt über die größten bekannten Kupfervorkommen der Welt (ca. 40 Prozent).
 
Beziehungen zu Europa:
 
Chile ist seit 1945 Mitglied der UN und seit 1948 Mitglied der OAS. In der UN spielt Chile seit 2004 eine wichtigere Rolle, da es sich zur Teilnahme an Friedensmissionen entschlossen hat. Heute stehen chilenische UN-Einheiten z.B. in Haiti. Die Europäische Union bildet neben den USA einen sehr wichtigen Handelspartner. 2005 trat ein Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Chile sowie ein Abkommen über die technisch-wissenschaftliche Zusammenarbeit in Kraft


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